Szintigraphie zur Entzündungsdiagnostik - Entzündungsszintigraphie Copyright: digitalista

Entzündungsszintigraphie

Szintigraphie zur Entzündungsdiagnostik

Bei der Suche nach einem aktiven Entzündungsherd z. B. bei Fieberschüben noch unbekannter Ursache, stehen je nach Fragestellung mehrere und unterschiedliche Verfahren zum Auffinden von Lokalisation und Ausdehnung sowie zur Beurteilung der Aktivität der Entzündung zur Verfügung. So steht die FDG-PET/CT bei der Fragenach Endokarditis, Infektion z. B. von künstlichen Herzklappen oder Gefäßendoprothesen, Arteriitis, Sarkoidose, Spondylodiszitis im Vordergrund, die Skelettszintigraphie z. B. bei der Frage nach aktivierter Arthrose/(rheumatoider) Arthritis, Osteomyelitis, die Leukozytenszintigraphie z. B. bei V. a. Protheseninfektion, Gelenk- oder abdominellen Entzündungen, Knochenmarkerkrankungen im Vordergrund. Bei der Leukozytenszintigraphie werden schwach radioaktiv markierte monoklonale Antikörper gegen Granulozyten in eine (Arm-)Vene injiziert, die an die Granulozyten im Blut binden und zum Entzündungsherd wandern. Es erfolgen Aufnahmen unmittelbar nach Injektion, nach 2-4 Stunden sowie meist erneut nach 16-24 Stunden.

Entzündungen

 

 

Bei der Suche nach einem aktiven Entzündungsherd z. B. bei Fieberschüben noch unbekannter Ursache, stehen je nach Fragestellung mehrere und unterschiedliche Verfahren zum Auffinden von Lokalisation und Ausdehnung sowie zur Beurteilung der Aktivität der Entzündung zur Verfügung. So steht die FDG-PET/CT bei der Fragenach Endokarditis, Infektion z. B. von künstlichen Herzklappen oder Gefäßendoprothesen, Arteriitis, Sarkoidose, Spondylodiszitis im Vordergrund, die Skelettszintigraphie z. B. bei der Frage nach aktivierter Arthrose/(rheumatoider) Arthritis, Osteomyelitis, die Leukozytenszintigraphie z. B. bei V. a. Protheseninfektion, Gelenk- oder abdominellen Entzündungen, Knochenmarkerkrankungen im Vordergrund. Bei der Leukozytenszintigraphie werden schwach radioaktiv markierte monoklonale Antikörper gegen Granulozyten in eine (Arm-)Vene injiziert, die an die Granulozyten im Blut binden und zum Entzündungsherd wandern. Es erfolgen Aufnahmen unmittelbar nach Injektion, nach 2-4 Stunden sowie meist erneut nach 16-24 Stunden.

 




Folgender Zeitplan muss eingehalten werden:

Bei einigen Patienten werden bereits während oder kurz nach der Injektion erste Aufnahmen angefertigt. Anschließend können Sie normal essen und trinken. Die eigentliche Untersuchung beginnt 2-4 Stunden später. Außerdem werden ggfs. Schichtaufnahmen angefertigt (SPECT). Häufig sind noch Spätaufnahmen nach 16-24 Stunden erforderlich.

Die Entzündungsdiagnostik mittels schwach radioaktiv-markierter monoklonaler Antikörper ist sinnvoll bei:

  1. Fieber unklarer Genese
  2. Verdacht auf Endokarditis
  3. Verdacht auf Gefäßprotheseninfektion
  4. Verdacht auf akute abdominelle Entzündungen (jedoch nicht chronisch-entzündliche Darmerkrankungen)
  5. Verdacht auf Osteomyelitiden in der Peripherie des Knochens (bei der Frage einer Osteomyelitis sollte in jedem Falle eine Dreiphasen-Skelettszintigrafie begleitend durchgeführt werden). Dies ist nicht der Fall, wenn von vornherein zu erwarten ist, daß das Ergebnis positiv ist bei postoperativen und posttraumatischen Zuständen.